Digitaltag macht Zukunft erleb- und greifbar

Digitaltag macht Zukunft erleb- und greifbar

Vaduz (FL) Der Digitaltag in Vaduz macht die Digitalisierung für die breite Bevölkerung greif- und fassbar. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verfolgten am Samstag, 15. Oktober im Kunstmuseum oder im Live-Stream spannende Referate und Podiumsdiskussionen zur digitalen Zukunft. Ebenfalls wurde eine Umfrage zur Digitalisierung Liechtensteins präsentiert.

Zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten den Digitaltag Vaduz live im Kunstmuseum Liechtenstein oder zuhause im Live-Stream. Hochkarätige Referenten und attraktive Anwendungen zeigten die Möglichkeiten der Digitalisierung auf und gaben einen Einblick in die unmittelbare Zukunft. Eröffnet wurde der Digitaltag von Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni und dem Vaduzer Bürgermeister Manfred Bischof. Sie zeigten, wie Land und Gemeinden ihre Dienstleistungen digitalisieren, um das tägliche Leben der Einwohnerinnen und Einwohner zu erleichtern.

Positive Einstellung gegenüber der Digitalisierung
Die Mehrheit der Bevölkerung ist der Digitalisierung gegenüber positiv eingestellt, wie eine Umfrage in Liechtenstein zeigt. Christian Frommelt, Direktor des Liechtenstein-Instituts, präsentierte die Ergebnisse der ersten repräsentativen Umfrage zum digitalen Wandel in Liechtenstein und machte darauf aufmerksam, dass auch Sorgen bezüglich mehr Kontrolle und Überwachung geäussert wurden. Eine relative Mehrheit der Befragten ist der Meinung, dass Liechtenstein in Sachen Digitalisierung gut aufgestellt ist. Zum Vergleich: In Deutschland waren kürzlich 94 Prozent der Befragten der Ansicht, dass ihr Land bei der Digitalisierung hinterherhinke. Handlungsbedarf für Liechtenstein zeigt die Umfrage insbesondere beim Schutz vor Hackerangriffen und der Bekämpfung von Cyber-Mobbing. An der Umfrage nahmen mehr als 700 Personen aus Liechtenstein teil.

Künftige Generationen wachsen digital auf
Höhepunkt des Vormittags war der Auftritt des bekannten Wissenschaftsjournalisten Ranga Yogeshwar. Der frisch gebackene Grossvater zeigte eindrücklich auf, wie sein Enkel Emil in der digitalen Welt aufwachsen wird und erklärte, wieso intelligente Apparate, künstliche Intelligenz, smarte Medizin und neue Formen des gesellschaftlichen Miteinanders für diese Generation selbstverständlich sein wird. "Emils Welt ist anders als das "business as usual" meiner Generation. Sie wird das Ergebnis einer globalen Transformation sein und hierbei stellt sich die Frage nach den neuen Prioritäten und Werten seiner Welt", erklärte Yogeshwar.

Medienkompetenz für alle Altersgruppen
Der Nachmittagsanlass widmete sich dem Thema "Medienkompetenz im Alltag". Gast-Referent Jochen Fasco ist Beauftragter für Medienkompetenz der Landesmedienanstalten in Deutschland und beschäftigt sich intensiv mit Themen wie Medienbildung, Jugendschutz und Fake News. Er ging in seinem Vortrag darauf ein, wie Kinder und Jugendliche aber auch Erwachsene besser auf die digitale Welt vorbereitet und dafür geschult werden können. Im Anschluss vertiefte Moderatorin Michelle Kranz das Thema mit einer Expertenrunde aus Liechtenstein. Es waren dies Jennifer Rheinberger, Vorsitzende der Fachgruppe Medienkompetenz, Günther Kaiser, Geschäftsführer formatio Privatschule, und Marcel Kaufmann, Leiter Zentrum für Schulmedien im Schulamt.

Virtuelle Realität entdecken
Ziel des Digitaltages ist es, die Digitalisierung für die gesamte Bevölkerung greif- und fassbar zu machen. Abseits des offiziellen Programms konnten die Besucherinnen und Besucher im Kunstmuseum verschiedene digitale Innovationen erleben, darunter die Smart Factory der Ostschweizer Fachhochschule OST, ein Touchscreen-Kunstgenerator sowie Virtual-Reality-Anwendungen für Jung und Alt. Beim Data Café erhielten die Gäste kostenlosen Café, sofern sie bereit waren, im Rahmen einer Sensibilisierungskampagne ihre persönlichen Daten abzugeben.

Teil der schweizweiten Kampagne
Der Digitaltag in Vaduz, welcher Teil der schweizweiten Digitaltage von digitalswitzerland ist, ist eines der Aushängeschilder der Organisation digital-liechtenstein.li und wird von der Gemeinde Vaduz und der Liechtensteiner Regierung getragen. digital-liechtenstein.li steht unter dem Patronat des Fürstenhauses und der Regierung und vereint mehr als 55 Unternehmen und Organisationen mit dem gemeinsamen Ziel, Liechtenstein zu einem führenden Digitalstandort zu entwickeln.

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